Private IP-Adressen

Private IP Adressen 950x400 - Private IP-Adressen

Private IP-Adressen erweitern das Spektrum der IP-Adressen um eine weitere Komponente. Sie werden nur vom lokalen Netzwerk geroutet, können also nicht im World Wide Web erkannt werden. Diese Adressen werden von Netzwerkgeräten wie Routern bereitgestellt, die eine Netzwerkadressenübersetzung (NAT) anbieten.

Warum gibt es private Netzwerke?

Private IP Adressen 3 - Private IP-Adressen

Historisch gesehen war der Grund der Einführung von privaten IP-Adressen, dass die IPv4 Adressen numerisch nicht mehr ausreichten, um jeden User mit einer herkömmlichen IP-Adresse zu versorgen. Da die IPv4 Adressen 32-stellig sind, gibt es nur eine Gesamtzahl von knapp 4,3 Milliarden Adressen. Diese wird jedoch bereits überstiegen, da es doppelt so viele Menschen gibt, die zum Teil auch mehrere Adressen auf einmal beanspruchen. Bevor die 128-stellige IPv6 entwickelt wurde, griff man zu einer Übergangslösung, nämlich der Schaffung von privaten IP-Adressen. Diese funktionieren am besten im internen Netzwerk.

Vor- und Nachteile der privaten Adresse

Private IP Adressen 2 - Private IP-Adressen

Man kann aus dem öffentlichen Netz keine private IP-Adresse direkt erreichen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Gegen Hackerangriffe ist man mit dieser Vorsichtsmaßnahme bestens gerüstet. Deshalb ist die Nutzung solcher Adressen sinnvoll, wenn man sich in einem internen Raum befindet. Beispielsweise ist die Nutzung privater IP-Adressen in geschlossenen Instituten wie an der Universität sinnvoll. Allerdings können trotzdem noch Internetwürmer und auch Viren beispielsweise über E-Mails weitergeleitet werden. Es ist daher empfehlenswert, trotz privater IP-Adresse eine Firewall zu aktivieren und ein aktualisiertes Anti-Virenprogramm zu installieren.

Private IP-Adressen – Eine (sub-)optimale Lösung?

Private IP Adressen 1 - Private IP-Adressen

Unserer Meinung nach reicht es, sich einen zuverlässigen VPN-Klienten zuzulegen und auch die Firewall und das Anti-Virenprogramm einzuschalten. So surft man weitgehend anonym und ist gefeit gegen Überwachungsversuche und schädigende Daten. Die private IP-Adresse lässt sich nicht so einfach zurückverfolgen wie eine normale. Eine IP-Adresse zu lokalisieren, funktioniert ganz einfach, eine private jedoch ist nur mit großer Hacking-Erfahrung auffindbar. Das hat aber auch seinen Preis: Datenpakete können im World Wide Web nicht so einfach ausgetauscht werden.

Deshalb empfehlen wir eher die Trinität aus VPN-Klienten, Anti-Virusprogramm und Firewall, um möglichst anonym im Netz zu surfen. Ebenso gibt es Möglichkeiten, die IP-Adresse zu manipulieren, um etwaige Spione abzuschütteln – in den meisten Fällen, wenn man einfach nur seine Privatsphäre im Internet wahren möchte, reicht jedoch die oben genannte Mischung aus.

Was ist eine IP-Adresse?

Was ist eine IP Adresse 950x400 - Was ist eine IP-Adresse?

Unsere Welt befindet sich in einem technologischen Wandel. Zunehmend wird digitalisiert. Es gibt kaum noch Städte oder ein Dörfer, in denen die Menschen nicht mit Internet versorgt sind.

Während Taschencomputer in Form von Smartphones gerade noch die letzten Regionen der Welt für sich erobern und den Menschen dort ein Kompendium an neuen Möglichkeiten zur Arbeit, Vernetzung und Unterhaltung bieten, erfindet der Westen zurzeit mit neusten Technologien seine Welt ein bisschen neu: Autonomes Fahren, Smarthome-Geräte, die uns per Internet unterstützen, KI-Systeme, die unseren Alltag revolutionieren – das sind die Ergänzungen zu unserem eh schon riesigen Vorrat an Computern, Smartphones und WLAN-Verbindungen.

Deshalb halten wir es für wichtig, das Grundwissen über diese vernetzte Welt ein wenig zu erläutern. Das Internet sollte als ein neuer Lebensraum begriffen werden, in dem wir uns bewegen wie in einer riesigen, zweiten Welt. In dieser Welt haben wir alle eine Adresse, und zwar die IP-Adresse. Doch die wenigsten Menschen können sich darunter etwas vorstellen. Deshalb möchten wir das Phänomen der IP-Adresse erläutern und Ihnen zeigen, was diese Adresse genau bedeutet, was sie ausmacht und wie man sie für sich nutzen kann.

Die IP-Adresse: Eine Definition

Was ist eine IP Adresse 2 - Was ist eine IP-Adresse?

Das Internet muss man sich als einen Torbogen vorstellen. Er besteht nur, weil alle seine Teile aufeinander aufbauen und sich gegenseitig stützen. Und die kleinsten Teile sind einzelne Computernetze, die den Traffic erhöhen, Down- und Uploads starten und die verschiedenen Adressen natürlich frequentieren.

Google beispielsweise ist nur deswegen so mächtig, weil täglich Abermillionen Suchanfragen über diese Anwendung laufen. Gäbe es diesen Traffic nicht, wäre Google vermutlich ein kleines Lexikon geblieben, das sich auf lange Sicht nicht gegen Brockhaus hätte durchsetzen können. Doch dem ist natürlich nicht so. Alle Computernetze haben eine Adresse, anhand der man sie zurückverfolgen kann. Das liegt daran, dass das Internet ein internes Protokoll führt – das Internetprotokoll (IP).

Jedes mit dem Internet verbundene Gerät wird adressiert und somit erreichbar gemacht. Die sich daraus ergebende IP-Adresse ist eine Zahlenkombination. Derzeit werden noch 32-stellige Zahlen verwendet, die als IPv4 bezeichnet werden. Da diese aber mittlerweile knapp sind und der stetig wachsenden Zahl von Usern nicht begegnen können, wird nun eine 128-stellige Zahl genutzt, die IPv6.

Eine Adresse für viele, viele Adressen für einen

Was ist eine IP Adresse 1 - Was ist eine IP-Adresse?

Die Adressen funktionieren ähnlich wie physische Hausadressen. Eine Gruppe von Computern kann die gleiche IP-Adresse nutzen, während gleichzeitig auch ein einzelner Computer viele IP-Adressen auf einmal nutzen kann. Die IP-Adresse bezieht sich dabei immer auf den Server, nicht aber auf den Computer selbst, über den die Aktivitäten ausgeführt werden. All Aktivitäten können trotzdem getrackt werden. Will man anonym surfen oder herausfinden, woher eine fremde IP-Adresse kommt, ist das Grundwissen über IP-Adressen enorm wichtig.